Dynamische Tarife sind Stromtarife, bei denen sich der Preis nicht dauerhaft festlegt, sondern sich regelmäßig – oft stündlich oder viertelstündlich – am aktuellen Börsenstrompreis orientiert. Dadurch schwankt der Strompreis je nach Angebot und Nachfrage am Energiemarkt.
In Deutschland basieren viele dynamische Tarife auf den Preisen der Strombörse EPEX Spot. Wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist, etwa bei starkem Wind oder viel Sonne, sinken die Preise häufig deutlich. Bei hoher Nachfrage oder wenig Einspeisung steigen sie dagegen an.
Typische Merkmale dynamischer Tarife:
- Kein fester Arbeitspreis über 12 Monate
- Strompreis ändert sich laufend
- Transparente Preisübersicht per App oder Webportal
- Häufig in Kombination mit Smart Meter
- Besonders interessant für Haushalte mit:
- Elektroauto
- Wärmepumpe
- Batteriespeicher
- Photovoltaikanlage
- Home Energy Management System (HEMS)
Beispiel:
- Nachts oder bei starkem Wind kostet Strom vielleicht nur 10–15 Cent/kWh
- Abends zur Spitzenlast können es 35–50 Cent/kWh oder mehr sein
Mit intelligenter Steuerung können Verbraucher Geräte automatisch dann laufen lassen, wenn Strom günstig ist:
- Elektroauto laden
- Batteriespeicher füllen
- Wärmepumpe betreiben
- Waschmaschine starten
Hier kommen Systeme wie Solar Manager ins Spiel. Ein HEMS analysiert Strompreise, PV-Erzeugung und Verbrauch und optimiert automatisch den Energieeinsatz im Haus.
Vorteile dynamischer Tarife:
- Hohes Potenzial für niedrigere Stromkosten
- Bessere Nutzung erneuerbarer Energien
- Mehr Flexibilität
- Unterstützung der Energiewende
- Besonders effizient mit PV und Speicher

